Zuletzt aktualisiert: 01.04.2021

Aktiendepot übertragen

Haben sich die Kosten bei Ihrem aktuellen Broker geändert oder wurden neue Gebühren eingeführt? Gründe, warum sich Anleger von ihren Depots trennen möchten, sind vielfältig. Eventuell ist ja auch einfach ein neuer Broker mit besonders günstigen Konditionen am Markt aufgetaucht. Egal, ob Sie zu einer neuen Bank oder einem Broker wechseln möchten, mit der richtigen Vorgehensweise können Sie schnell und einfach Ihr Aktiendepot übertragen. Nachfolgend möchten wir Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie ein solcher Wechsel vonstatten geht und in welchen Fällen er sinnvoll ist.

So lassen Sie Ihr Depot übertragen

Bevor Sie mit der Depotübertragung beginnen, brauchen Sie zunächst einen alternativen Broker. Beispielsweise eignet sich hier das comdirect Depot . Viele Anbieter sind im Laufe der vergangenen Jahre zudem dazu übergegangen eine spezielle Prämie anzubieten, wenn Anleger mit Ihrem gesamten Depot wechseln und ihre ETFs von nun an dort zu handeln. Für Sie als Depot Besitzer entsteht dabei kaum ein Aufwand, denn sämtliche Schritte übernimmt der Anbieter des neuen Aktiendepot für Sie. Sie müssen hierzu lediglich eine Ermächtigung erteilen, dass die neue Bank oder der neue Broker Ihr Aktiendepot übertragen darf. Dabei spielt es keine Rolle, ob die ETFs auf Ihrem alten Aktiendepot 500 Euro oder beispielsweise 50 000 Euro wert sind. Auf die genauen Kosten sowie allfällige Gebühren für den Übertrag gehen wir noch später in diesem Artikel ein. Zudem obliegt es Ihnen, ob Sie direkt das gesamte Aktiendepot oder nur einzelne Aktien übertragen möchten. Wer möchte, kann nicht nur sein Geld übertragen, sondern zugleich auch mittels Formular die Löschung des bisherigen Aktiendepot beantragen.

Depot bei comdirect übertragen lassen – so einfach geht’s

Kunden, die sich von ihren Depots trennen möchten weil beispielsweise die Kosten bei Ihrer Bank zu hoch sind, können den Depotwechsel Service des Depot Anbieter comdirect in Anspruch nehmen. In der Regel ist es hierfür ausreichend, wenn Sie den Antrag direkt über das Handy oder Internet erledigen. Alle comdirect Kunden finden in Ihrem Depotwechsel Portal ein entsprechendes Formular, welches den Anbieter ermächtigt direkt die Übertragung durchzuführen.

Aber auch wenn Kunden Ihre Aktien von Ihrem alten Anbieter übertragen möchten, ist das bei comdirect problemlos möglich. Auf der Webseite des Anbieters lässt sich direkt ein neues Konto eröffnen und mittels Formular die alten Depots übertragen.

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Neuen Broker gefunden – wann ist das Aktiendepot übertragen?

Einen genauen Zeitplan für die Übertragung der Depots gibt es in der Regel nicht. Je nachdem wie viele und welche Aktien eine Person besitzt, kann es je nach Fall bis zu 14 Tage in Anspruch nehmen. Wann es wie lange dauert, kann daher nicht pauschal beantwortet werden. Die Verfügbarkeit der Aktien bei Ihrem neuen Broker ist zusätzlich noch davon abhängig, wo Sie Ihre Wertpapiere und Aktien bis dato bunkerten. Bei einem deutschen Aktiendepot geht es schneller als wenn das Depot übertragen zum Beispiel von einem amerikanischen Broker durchgeführt wird. Bei Ihrem neuen Depot dauert es – wenn Sie zum Beispiel 5 000 Euro in Aktien übertragen möchten – mitunter auch schon einmal fünf bis sechs Wochen von einem ausländischen Broker zu ihrem neuen. Wie lange die tatsächliche Übertragung zu Ihrem gewählten Broker dauert, erfragen Sie am besten online bei Ihrem noch aktuellen Broker.

Welche Gebühren fallen bei der Übertragung von Aktien oder Depots zu einem neuen Broker an?

Grundsätzlich gibt es keinerlei Kosten oder Gebühren beim Übertrag der Wertpapiere. Dabei spielt die Höhe und die Anzahl der Aktien keine Rolle – sowohl bei einem Wert von 250 Euro wie auch bei 5 000 Euro – darf die alte Bank oder der alte Anbieter keinerlei Kosten verrechnen. Sollte der Anbieter oder die Bank wider Erwarten doch Gebühren verrechnen, so können Sie mittels entsprechendem Formular dagegen vorgehen. Denn laut eines Urteils aus dem Jahre 2004(Az. XI ZR 200/03 und Az. XI ZR 49/04) dürfen innerhalb Deutschlands keinerlei Gebühren oder Kosten anfallen. Allerdings gilt dies ausschließlich für Geschäfte im Inland.

Zudem ist zu beachten, dass die Kosten im Inland nur dann Null betragen, wenn Sie selbst Sender und Empfänger des Depots sind. Bei einer Schenkung zum Beispiel können für den bisherigen Kunden Steuern anfallen.

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Welche steuerlichen Konditionen können Sie bei einer Übertragung erwarten ?

Wer mit seinem Geld lieber auf einer anderen Plattform handeln möchte, der sollte sich für den Fall vorhandener Relevanz mit dem Thema Steuern beschäftigen. Denn wer sein Depot im Rahmen einer Schenkung an eine Dritte Person weitergibt, der muss für die Weitergabe von Aktien möglicherweise einen gewissen Betrag an den Fiskus abgeben. Denn laut Regularien des Finanzamtes ist eine solche Schenkung ident zu behandeln, wie wenn Jemand Wertpapiere verkauft und dadurch Gewinne erzielt. Sprich sollten sich die Kurse auf dem Aktiendepot im Vergleich zum ursprünglichen Kaufwert positiv verändert haben, so muss für diese Geld Summe Steuern entrichtet werden. Diese sogenannte Kapitalertragssteuer wird dabei pro Übertragung jedes Mal aufs Neue fällig. Daher ist es sinnvoll im Falle einer Schenkung das Geld gleich im vollen Umfang zu übertragen, um weiteren Kosten aus dem Weg zu gehen.

Nachfolgend stellen wir kurz die gängigsten Varianten vor, wie ein Aktiendepot übertragen werden kann und wie in den einzelnen Fällen steuerlich vorzugehen ist:

  • Depot an Erben übertragen lassen: Möchten Sie das Depot bei Ihrem Broker beispielsweise an einen Erben übertragen, so fällt dies nicht unter die Kategorie des Aktiendepot Verkaufs. Allerdings sollten Sie bedenken, dass für die erbende Person womöglich Erbschaftssteuer anfällt.
  • Aktiendepot übertragen an den Ehepartner : Wer sein Aktiendepot an seine Ehefrau oder Ehemann übertragen möchte, kann dies tun, ohne dass dies als Wertpapierverkauf gewertet wird. Allerdings ist auch hierbei festzuhalten, dass damit ein Gläubigerwechsel einhergeht und die Banken dazu verpflichtet sind diese Daten an das Finanzamt weiterzuleiten. Denn auch wenn es kein regulärer Verkauf ist, gibt es die Möglichkeit, dass dieses „Geschäft“ als Schenkung betrachtet und somit schenkungssteuerpflichtig ist.
  • Depotübertrag auf ein anderes Konto bei gleichbleibendem Besitzer: Unabhängig davon, ob Sie durch einen Depotübertrag auf ein anderes Konto mehr Möglichkeiten zum Handeln haben, Gebühren sparen wollen oder eine Prämie erhalten, ein solcher Wechsel gilt als steuerneutral. Das bedeutet, dass Sie für Ihren Depotübertrag keinerlei Kosten tragen müssen.
  • Depotübertrag an eine dritte Person: Wenn Sie sich von Ihrem Aktiendepot bei Ihrem Broker trennen und dieses gegen eine gewisse Summe an einen Dritten übertragen, ist dieser Fall für das Finanzamt als regulärer Verkauf zu sehen. Wurden beim Handeln mehr Gewinne erzielt und zusätzlich der Sparer-Pauschbetrag überschritten, so sollten Sie mit der Abgabe einer 25-prozentigen Kapitalertragssteuer rechnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihre Geschäfte in der Filiale oder online erledigen. Für die Person, die beim Verkauf Ihres Aktiendepots Gewinne erzielt, fallen womöglich zusätzlich noch Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag an.

Verlustverrechnungstöpfe auch nach Depotübertrag weiterhin vorhanden

Um festzustellen, welche Anleger zu den top Leuten haben die Broker in der Regel so genannte „Verlusttöpfe“. Dahinter verbirgt sich nichts Anderes als eine einfache GuV-Rechnung jedes einzelnen Anlegers. Somit haben Banken jederzeit direkten Einblick darüber, welche Anleger mehr und welche weniger mit Ihrem Wertpapierdepot verdienen. Wer also beim Depotwechsel ein neues Konto eröffnen möchte, kann diese Verlustverrechnungstöpfe ebenfalls mitnehmen. Anders verhält es sich, wenn Sie aus Ihrem alten Aktiendepot Ihrer Bank nur einzelne Aktien übertragen möchten.

Welche Gebühren entstehen bei einem Wechsel zu einem neuen Anbieter

Wer wegen einer möglichen Prämie oder top Konditionen seinen Anbieter wechseln möchte, wagt diesen Schritt möglicherweise aus Angst vor hohen Gebühren nicht. Allerdings ist diese Sorge seit einigen Jahren unbegründet. Denn wie aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2004 (Az. XI ZR 200/03 und Az. XI ZR 49/04) hervorgeht, dürfen beim Übertrag keinerlei Kosten entstehen.

Dies gilt jedoch nur für einen Depotübertrag innerhalb Deutschlands. Befinden sich die Aktien oder Wertpapiere beispielsweise bei einem Anbieter in Übersee, so können für den Übertrag allerdings Spesen entstehen.

Ist der Handel von Wertpapieren schon vor Abschluss des Depotwechsel möglich?

Auch wenn möglicherweise eine verlockende Prämie oder Ähnliches wartet, sollten Sie bedenken, dass während der gesamten Zeit des Depotwechsels(also beim Online Übertrag im Ausland bis zu sechs Wochen) kein Handel mit Wertpapieren möglich ist. Während dieser Zeit lassen sich sämtliche Papiere auch bei einem allfälligen top Kurs nicht handeln. Gerade Spekulanten, die Wertpapiere oft nur wenige Tage behalten, sollten über diesen Schritt genau nachdenken.

Ist die Schließung nach dem Depotübertrag sinnvoll?

Auch wenn das neue Depot fertig ist, besteht keine Pflicht zur Schließung des älteren Depots. Denn im Rahmen des Depotübertrag besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass nur einzelne Wertpapiere pro Depot auf das neue wandern sollen. Gerade bei Banken, die möglicherweise laufende Gebühren etc. verlangen, ist es jedoch sinnvoll das Depot zu schließen, wenn dort vorübergehend keinerlei Wertpapiere liegen. Wenn Sie einzelne Wertpapiere im Rahmen des Depotübertrag umleiten, kommen Sie möglicherweise irgendwann durcheinander und verlieren den Überblick über Ihr Geld.

Kann ich beim Depotübertrag auch meinen Fondssparplan mitnehmen?

Auch im Fall, dass Sie Ihre gesamten Papiere mitnehmen und das online Konto bei Ihrem alten Broker kündigen, erfolgt leider keine Übernahme des vorhandenen Sparplans. Möchten Sie also weiterhin monatlich sparen, so müssten Sie nach dem Depotübertrag einen neuen Sparplan erstellen. Allerdings funktioniert das Übertragen nur dann, wenn Sie ausschließlich ganze ETFs und Aktien übernehmen und den Rest verkaufen.

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Wann lohnt sich ein Depotübertrag?

Beim Depotvergleich auf unserer Webseite finden Sie schnell und einfach heraus, ob Ihnen möglicherweise ein Anbieter mit top Konditionen entgangen ist. Dabei macht es Sinn Ihre aktuellen Konditionen und Gebühren anzuschauen und diese mit jenen anderer Banken und Brokern gegenüberzustellen. Allerdings sollten nicht nur die Kosten alleine eine Rolle spielen, auch mögliche zusätzliche Optionen sowie das vorhandene Portfolio müssen in diese Bewertung einfließen.

Ein comdirect Depotübertrag lockt Neukunden an

Wenn Sie Ihr Aktiendepot übertragen wollen, sollten Sie auf jeden Fall das aktuelle Angebot von comdirect ins Auge fassen. Bei einem Depotwechsel profitieren Sie von einer großen Auswahl an Wertpapiere sowie einem speziellen Angebot für Neukunden. Nach dem Depotübertrag zahlen Neukunden nämlich für 36 Monate keinerlei Gebühren. Auch danach ist das Angebot deutlich besser als bei jeder Bank. Ein neues Depot von comdirect bleibt auch nach dem Übertragen vollkommen kostenfrei, wenn Sie als Anleger mindestens zwei Trades pro Quartal machen, ein Girokonto besitzen oder über einen regelmäßigen Wertpapiersparplan verfügen. Wer comdirect als neuen Anbieter nutzt, zahlt im ersten Jahr nur 3,90 € pro Trade. Der Depotübertrag zu comdirect erfolgt ganz bequem online und dauert nur wenige Augenblicke.

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